Erste Velo-Party bei guter Laune und bester Stimmung auf der Radrennbahn Merseburg

04. Juni 2026 – Förderverein Radrennbahn Merseburg e.V.

Viele Besucherinnen und Besucher bei der ersten Velo-Party auf der Radrennbahn Merseburg
Großer Zuspruch und beste Stimmung bei der ersten Velo-Party auf der Merseburger Radrennbahn.

Erste Velo-Party bei guter Laune und bester Stimmung auf der Radrennbahn Merseburg

Im Google-Suchbegriff: Velodrom- auch nähe Merseburg.

Das Velodrom ist die spezielle Bezeichnung der Radrennbahn für den Bahnradsport, trifft also auch für Merseburg zu.

Die Idee war schon länger in den Köpfen der Veranstaltungsstrategen des Fördervereins konzipiert:

Eine Velo-Party zu kreieren, auf der Innenfläche der Radrennbahn, umgeben von der 375-Meter-ovalen Zementbahn, 11° Neigung, bei dämmrigem Lichterglanz und Flutlichtschein.

Fahrräder am Rand der Radrennbahn, während im Hintergrund gefeiert wird
Während die Fahrräder am Bahnrand eine Pause einlegten, wurde auf der Innenfläche bereits gefeiert und getanzt.

Nahezu 500 Besucher, sogar einige Gruppen mit Rädern, genossen den Feierabend am Donnerstag, 04. Juni 2026 zur ersten Velo-Party in gemütlicher Runde.

Unter den Gästen des Abends trafen sich Bürger der Stadt Merseburg, Sponsoren, Vertreter anderer Vereine und der Stadt Merseburg, u.a. auch Bürgermeister Bellay Gatzlaff.

Für Essen und Getränke hatten Mitglieder und Freunde des Fördervereins gesorgt. Der beliebte DJ Lars drehte wieder auf und viele Besucher bewegten sich auf der Tanzfläche.

Besucherinnen und Besucher bei der Velo-Party auf der Radrennbahn Merseburg
Viele Gäste nutzten die Velo-Party für Gespräche, Begegnungen und einen entspannten Abend.

In den sehr unterhaltsamen Gesprächen wurde wiederum über den weiteren Ausbau der Radrennbahn diskutiert. Der Plan ist klar: 1. Es muss dringend ein Wasseranschluss für die Aufstellung einer Toilettenanlage als auch für eine würdige Waschgelegenheit geschaffen werden.

Dafür fehlt dem Förderverein momentan die finanzielle Grundlage.

2. Angesprochen wurden die fehlenden Bahnmarkierungen, die wichtig für die Wettkampftauglichkeit und Sicherheit auf der Zementbahn sind. Diese Farben dafür müssen wetterfeste, nicht rutschende für bestimmte Bedeutungen sein:

Ein unterer ca. 20-30 cm blauer Fahrbahnrand (Sicherheitszone, auch als Còte d´azur -Streifen bekannt), eine dünne rote Linie (Sprinterlinie), eine dünne schwarze Linie (Messlinie), eine obere dünne blaue Linie (Ausweichlinie, Entlastungslinie)- die dünnen Linien sind ca. 5cm breit- Länge rund 375 Meter.

Alle waren sich einig- Die Merseburger Radrennbahn braucht Helfer und Unterstützer, damit das Velodrom Merseburg zu einer echten Sportstätte für Jedermann ausgebaut werden kann.

Fahrräder am Rand der Radrennbahn Merseburg mit Veranstaltung im Hintergrund
Die Radrennbahn zeigte sich als Ort für Bewegung, Begegnung und gemeinsame Ideen.

Zu den Wegbereitern und stetigen Begleitern der Entwicklung der Merseburger Radrennbahn gehört Stadtführer Lutz Brückner. Dazu sein Lesebeitrag von einer Tour als Stadtführer:

Eine außergewöhnliche Stadtführer-Radtour um Merseburg

Historische Fahrräder und Teilnehmer einer Stadtführer-Radtour auf den Domstufen in Merseburg
Zur Erinnerung an die Stadt und das Velodrom Merseburg. Foto: Archiv

Eine erste gebuchte Radtour um Merseburg hat mich auf meine Teilnehmer neugierig gemacht. Und das Erstaunen war auf meiner Seite. Ich war der Einzige mit E-Bike und Helm. Vor mir stand eine bunte Gruppe von Freunden antiker Fahrräder, die zwischen 1920 bis 1939 gebaut wurden. Die alten Sport- und Rennräder waren vom Feinsten, echte Hingucker! Ein Damenfahrrad hatte sogar ein typisches Netz am Hinterrad, damit der Rock der Dame nicht in die Speichen gerät. Die männlichen Herrschaften kamen in Knickerbockern und Schiebermützen. Wer stilvoll fahren möchte, kann da auf Sicherheit (Helm) keine Rücksicht nehmen. Zwei DFB-Deutschlandfahnen wurden vorn und hinten verteilt, um die Merseburger Autofahrer auf Abstand zu halten. Die Radtour war mehr ein Querfeldeinrennen, Kreuzungen und Ampeln zwangen zum Halt. Die Stationen waren die Highlights unserer Stadt: Flugzeugmuseum (geschlossen), Hochschule mit Chemiemuseum, Südpark, Sixti Ruine, Dom und Schloss und zum Schluss die Neumarktkirche. Alles wurde fotografiert und mit antiken Rädern „verziert“. Das Gruppenfoto wurde auf den Domstufen gemacht. Die richtige Gelegenheit Räder und Fahrer zu präsentieren. Der Stadtführer mit Helm durfte zur Erinnerung mit drauf, auf das E-Bike wurde verzichtet. Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wie kommt diese bundesweite Gruppe ausgerechnet auf die Idee nach Merseburg zu fahren? Die Zaubersprüche waren nicht der Anlass, das Dom-Schloss-Ensemble auch nicht. Lassen Sie das Raten, sie kommen nicht drauf. Die Leute haben sich eine Erlaubnis von der Stadtverwaltung geholt, um auf der Radrennbahn in Merseburg- Nord einige Runden zu drehen und natürlich Fotos zu machen können. Andere Radrennbahnen in unserer Umgebung sind saniert oder überbaut worden. Unsere vergessene Bahn ist antik, aber noch gut befahrbar. Diese Radrennbahn ist also ein Merseburger Alleinstellungsmerkmal und passt irgendwie zum stillgelegten Flugzeugmuseum dazu. Da würde ich auch gern mal fahren-für einen guten Zweck und mit E-Bike und Helm. Hier gab es mal die legendäre“ Stunde der Bolzer“ nach den Friedensfahrten.

Eine Lücke erkannte der Stadtführer bei seinen Radfans allerdings doch: Die Zaubersprüche kannten alle Teilnehmer nicht. Aus Zeitmangel musste ich sie als“ Hausaufgabe“ mit nach Hause geben.

Lutz Brückner

Text und Lesebeitrag: Lutz Brückner, Stadtführer. Foto „Zur Erinnerung an die Stadt und das Velodrom Merseburg“: Archiv.

Weitere Eindrücke von der Velo-Party

Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
Gallery Image
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner