Am Samstag, 28. März 2026, wurde die Merseburger Radrennbahn wieder zum Treffpunkt für den regionalen Radsport. Beim traditionellen Anradeln, mit dem der FV Radrennbahn Merseburg e. V. jedes Jahr die Saison eröffnet, herrschte eine rundum festliche Atmosphäre. Fahnen, Musik, Dutzende Kinder mit Helmen und viele interessierte Gäste sorgten für einen lebendigen Auftakt in die neue Saison. Vorstand und Mitglieder des Vereins hatten die Veranstaltung mit viel Engagement vorbereitet und damit beste Bedingungen für Rennfahrer aller Altersklassen und für Besucher geschaffen.
Radsportlicher Saisonauftakt auf der Bahn
Doch das Anradeln war nicht nur ein Fest, sondern auch ein sportlicher Wettkampftag. Auf der Bahn wurde engagiert gefahren: Junge Sportlerinnen und Sportler verschiedener Altersklassen gingen beim Trainings-Omnium über drei Disziplinen an den Start – Rundenrekordfahren, Scratch und Punktefahren. Für viele, die zum ersten Mal auf einer Radrennbahn unterwegs waren, wurde der Tag zu einem echten Erlebnis voller Geschwindigkeit, Taktik und Spannung in jeder Kurve.
Am Start waren Mannschaften aus verschiedenen Teilen Sachsen-Anhalts: RSV Osterweddingen, HRSC Wernigerode, Radunion Halle – sowie junge Sportlerinnen und Sportler der Trainingsgruppe TG Merseburg. Damit zeigte sich schon zum Saisonauftakt, dass die Merseburger Bahn wieder ein Ort ist, an dem Nachwuchssport und Vereinsleben zusammenfinden.
„Das wichtigste Ergebnis des Tages steht in keinem Protokoll: Die Merseburger Radrennbahn lebt wieder.“
Erster Bahnwettkampf für die TG Merseburg
Besonders erfreulich war die Teilnahme der Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer der TG Merseburg – für sie war es der erste Wettkampf auf der Bahn. Die Gruppe trainiert mit Unterstützung des Landesverbandes Radsport Sachsen-Anhalt e. V. und des FV Radrennbahn Merseburg e. V. unter der Leitung der internationalen Meistersportlerin Olena Kozakova. Das gelungene Debüt der Merseburger Kinder und Jugendlichen ist ein starkes Zeichen dafür, dass sich der Nachwuchsradsport auf der traditionsreichen Bahn weiterentwickelt.
Ergebnisse der Altersklassen
U11: Den Sieg holte sich Ott, Luk Marten (RSV Osterweddingen), gefolgt von Sandner, Nils (HRSC Wernigerode) und Slawinski, Nils (RSV Osterweddingen). Vierter wurde Liakhau, Mark von der TG Merseburg.
U13: Hier dominierte der RSV Osterweddingen – Schubert, Linius auf Platz eins, Ott, Linus auf Platz zwei, Meinecke, Leni auf Platz drei. Dahinter folgten Alsleben, Emil, Zühlke, Pepe und Sandner, Tim (HRSC Wernigerode) sowie die Merseburger Bretnitz, Henri, Lange, Fred und Liakhau, Hleb.
U15: Den ersten Platz sicherte sich Blaschke, Eliah von der Radunion Halle, Zweiter wurde sein Vereinskamerad von Seggern, Yorik, Dritter Sandner, Michel (HRSC Wernigerode). Dahinter platzierten sich Reiser, Vincent, Meier, Frieda und Aebersold, Moritz (RSV Osterweddingen) sowie Brüggener, Franz (Radunion Halle).
Ein gelungener Tag für Sport, Gemeinschaft und Nachwuchs
Das Anradeln brachte junge Rennfahrerinnen und Rennfahrer, ihre Familien, engagierte Trainer und viele Radsportbegeisterte zusammen. Gerade dieser Gemeinschaftscharakter machte den Tag besonders: Die Merseburger Radrennbahn wurde einmal mehr als lebendiger Ort des Sports, der Begegnung und des Nachwuchses erlebbar.
Ein besonders schöner Moment war auch die Anerkennung für die jungen Fahrerinnen und Fahrer der TG Merseburg. Für viele von ihnen war es nicht nur der erste Wettkampf auf der Bahn, sondern auch ein persönlicher Erfolg, der sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
„Die Saison ist eröffnet – und sie verspricht spannend zu werden.“
Offene Trainingszeiten und nächster Termin
Wer die Radrennbahn selbst ausprobieren möchte, ist herzlich willkommen. Die Bahn ist für alle Interessierten geöffnet: samstags von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie donnerstags von 17:00 bis 19:00 Uhr. Ob Kinder, Familien, Rennradfahrer oder einfach neugierige Besucher – die Bahn wartet auf neue Gesichter.
Und der nächste Anlass vorbeizuschauen kommt schon bald: Am 4. April 2026 findet das Osterfeuer auf der Radrennbahn Merseburg statt. Es wird heiß – und nicht nur wegen des Feuers.
Text: Pavlo Kozakov. Fotos: Aufnahmen von Eltern der teilnehmenden Kinder.
